Neuer Marktbericht „Trends im Einzelhandel“

Online-ShopOnline-Shops mit 20 Prozent Umsatzplus / Innenstädte erleben eine Renaissance und profitieren vom demografischen Wandel

Die Expansion der Internet-Händler ist nicht zu stoppen. Während im Jahr 2005 der Umsatz des deutschen Einzelhandels lediglich um ein Prozent gestiegen ist, verzeichnen Online-Shops ein deutliches Plus von 20 Prozent. Dies belegt die neue Studie „Trends im Einzelhandel“ des Bereichs Marketing Anzeigen der Axel Springer AG. Durch den Siegeszug des Online-Shoppings verändert sich auch der klassische Versandhandel, der im laufenden Jahr 38 Prozent seines Umsatzes im Internet generieren wird. Zusätzlich üben Preisvergleichsportale Einfluss aus auf die Preisgestaltung des Einzelhandels und das Kaufverhalten der Konsumenten.

Ein weiterer Trend ist die Renaissance der Innenstädte. Aufgrund der hohen Benzinpreise werden Einkaufstrips ins städtische Umland immer seltener. Gerade bei Gütern des täglichen Bedarfs kaufen die Verbraucher lieber in Wohnortnähe ein. Zusätzlich profitieren die Innenstädte von der steigenden Zahl moderner innerstädtischer Einkaufszentren und langfristig vom demografischen Wandel: Ältere Konsumenten bevorzugen zum Einkaufen die Citys.

Der Trendbericht untersucht auch die quantitative und qualitative Nutzung von Werbung im Einzelhandel. Vor allem Discounter, Kaufhäuser und Lebensmittelketten stockten 2005 ihr Werbevolumen mit sechs Prozent auf 1,9 Milliarden Euro deutlich auf und investierten die Gelder zu vier Fünfteln in Tageszeitungsanzeigen. Für positive Impulse sorgt 2006 die kommende Mehrwertsteuererhöhung, vor deren Hintergrund zusätzliche Kampagnen in Auftrag gegeben werden. Auch für 2007 stehen die Zeichen weiter auf Wachstum: Experten deutscher Media-Agenturen prognostizieren eine Erhöhung der Brutto-Werbeaufwendungen der Handelsorganisationen um fast sechs Prozent.

Quelle: www.axelspringer.de (14.12.06)